USA Reise 2011 – Eine Nachlese

Im Mai/Juni waren wir, wie man ja hier auf dem Blog lesen kann, in unserem Reiseland Nummer 1 unterwegs. Nun wird es so langsam Zeit einmal eine kleine Zusammenfassung mit Wegstrecken und ein paar Fotos-Impressionen für euch bereitzustellen. 🙂

Unser Blog basiert auf der Software „WordPress“, welche uns erfahren lässt wie einige Besucher auf unserer Website gelandet sind. Dabei sehen wir auch etwaige Suchanfragen. Fragen, die wir bisher nicht beantwortet haben, einige dieser Fragen möchten wir hiermit versuchen zu Beantworten.

Erschreckt bitte nicht durch den langen Scrollbalken an der Seite, wir werden versuchen etwas Abwechslung in den Artikel zu bringen und ihn auch mit ein paar Videos zu gestalten.

Nun zum eigentlichen Artikel, lasst uns beginnen :-). Es folgen ein paar Grundlegende Informationen:

Reisedauer: 27 Tage
Reisezeitraum: Mitte Mai – Mitte Juni
Airlines: Air Berlin, Delta und United

Station 1: New York

„I want to wake up, in a city that doesn’t sleep“
Frank Sinatra (New York, New York)

Ja, wer möchte das nicht? Vor unserer großen Reise ging es aber zuerst von Tirol aus zu Falks Eltern. Diese waren Begleiter der ersten Station, wo wir uns das Ja-Wort gaben. Aus der Nähe von Dresden starteten wir am Sonntag, den 15. Mai nach Berlin Tegel und checkten ein. Unsere große Sorge war das Brautkleid, welches wir dabei hatten. Nach einigen Recherchen war nicht klar, ob wir es in der Kabine mitnehmen konnten, aber die nette Frau am Check-In meinte, dass sie es uns nicht antun wolle das gute Stück ins Gepäck zu quetschen und so durften wir es mit in die Kabine nehmen wo es von einer Dame der Flugbesatzung aufgehangen wurde. Einige Stunden später landeten wir sanft am JFK in New York City. Nach den üblichen Einreiseprozedren ging es dann mit dem AirTrain und der Linie „E“ nach Manhattan zu unseren Hotel („Distrikt Hotel“). Könnten wir hier eine Amazon-Bewertung abgeben, wären es volle 5 Sterne. Hier stimmt einfach das Preis-/Leitungs-Verhältnis.

Das Wetter meint es nicht sonderlich gut mit uns. Unsere Zeit in New York wird von Regen und Gewittern überschattet,  aber was macht das schon dieser tollen Stadt? Irgendwie ist es aber doch schade, denn es ist auch recht frisch. 😦 Zusammen mit Erol, unserem Organisator klären wir ein paar Formalitäten und suchen schnell ein paar Blumen für unseren großen Tag aus und essen am Pier 17 🙂

Wo wir beim Essen sind, wer in New York ist, sollte unbedingt Cupcakes essen. Am besten bei der „Magnolia Bakery“. Lecker!

Es ist Dienstag, unser Tag!! Wir heiraten, wem dies interessiert, sollte sich das hier durchlesen: https://unserereisekiste.com/2011/05/18/unsere-hochzeit/

An unserem letzten vollen Tag in New York gehen wir wie beim ersten Besuch, im Dezember 2007, die 5th Avenue bis zum Central Park hinauf und dann den Broadway wieder hinunter. Immerwieder schön. Links und rechts liegen ein paar Läden, die wir doch nicht alle links liegen lassen können 🙂 Am Donnerstag trennen sich die Wege der Reisegruppe, wir fliegen weiter nach Las Vegas. Vorher aber noch ein paar Schnappschüsse aus der Stadt die niemals schläft:

MTAColumbus CircleStation 2: Las Vegas

„Wenn Gott Geld gehabt hätte, hätte er die Welt so gemacht wie Las Vegas“
Steve Wynn, Milliadär

Fünf lange Stunden dauert der Flug von JFK nach LAS, welcher in unserem Fall unglaublich holprig war. Was kann man zu Las Vegas sagen? Es ist etwas ganz eigenes. Zum einen ist man nicht wirklich in den USA, sondern überall auf der Welt. Die Gebäude lassen als erstes darauf schließen. Die Besucher sind Multikulturell und auch die Gesetze scheinen anders zu sein, so sieht man hier z.B. Leute in Lokalen rauchen und Alkohol auf der Straße trinken. 🙂 Die angesprochenen Gebäude sind eine Klasse für sich, es handelt sich in der Strip-Gegend eigentlich immer um einen Themenpark, welcher ein Hotel und eine Shopping-Mall beinhaltet. Im Keller außerdem ein Casino, dass hätte ich fast vergessen. 🙂

Der besondere Zauber kommt am Abend zum vorschein. Überall gibt es Shows, wie Vulkanausbrüche, Piratenschlachten, Wassershows. Einzig das Venetian enttäuscht am Abend, der Canale Grande wird abgelassen. Unser Favorit sind die Wasserspiele des Bellagio.

Auf jedem Fall sehenswert, aber 2 Tage waren vorerst genug für uns. Wir starten unsere Rundreise mit unserem City-SUV 🙂

Viel mehr Text zu Las Vegas gibt es hier: https://unserereisekiste.com/2011/05/22/city-of-entertainment/

Station 3: Rundreise

Station ist das falsche Wort, aber wir haben nunmal so angefangen 🙂

Vor uns liegt eine 12 tägige Rundreise durch Wüsten, Täler, Berge, Hitze, Kälte und Schnee. Auf unserer Tour schliefen wir fast ausschließlich in Motels, günstige Bleiben am Wegesrad. Gebucht haben wir nichts, jedoch gut 1000€ (zu unserem Reisezeitpunkt ca. 1400$) Budget für die 12 Tage eingerechnet. Durch diese Handhabung waren wir doch sehr flexibel und hier einen Tag länger bleiben, woanders einen Tag verkürzen.

Unsere Stationen:

Google-Maps-PIN
Ort, Staat
Was gibt es hier?
A/M
Las Vegas, NV
Start-/Endpunkt
B
Kingman, AZ
Wer möchte, eine gute Ausgangslage zum Skywalk
C und E
Williams, AZ
Ausgangslage zum Grand Canyon NP
F
Page, AZ
Horseshoe Bend, Antelope Canyon, Glen Dam
H
Moab, UT
Canyonlands NP, Arches NP, Sportarten jeglicher Art
K
Cedar City, UT
Ausgangslage Bryce Canyon NP und Zion NP
J
Bryce Canyon City, UT
Bryce Canyon NP, Red Canyon
L
St George, UT
Anbindung Las Vegas, Valley of Fire NP
A/M
Las Vegas, NV
Start-/Endpunkt

Wie ihr sehen könnt, waren wir hauptsächlich in Utah unterwegs und wir hätten es noch viel länger sein können. Natürlich liegt am Weg auch noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit.

Sehenswertes am Weg:

Route
Was gibt es hier?
Las Vegas, NV -> Kingman, AZ
Hover Dam (Stausee)
 
Williams, AZ -> Page, AZ
Kurz vor Page fährt man in eine Canyon Landschaft.
Page, AZ -> Moab, UT
Monument Valley, NP; Mexican Hat; außerdem eine unglaubliche Landschaft.
St George, UT -> Las Vegas, NV
Valley of Fire NP

Und natürlich noch viel mehr, jedoch sind das die einprägsamsten 🙂

Etwas womit sich jeder USA-Reisende mit Auto beschäftigen muss, ist dass betanken des Vehicles. Das Ganze läuft nämlich etwas anders ab als in Mitteleuropa. Hier eine Anleitung, wenn man die Pin der Mastercard nicht im Kopf hat. 🙂

  1. Zur Kasse gehen und Geld auf die Zapfsäule laden (Prepaid). Hierbei schätzt man in etwa die Summe, wieviel man tanken möchte.
  2. Was füll ich in den Tank? Diesel gibt es praktisch nicht, man fährt mit Benzin. Regular 85 und 87 steht eigentlich überall zur Wahl.
  3. Tanken, wie gewohnt. Dabei aber den Boden der Tankstelle begutachten, ist überall Bindemittel verstreut, ist ein überlaufen des Tanks wahrscheinlich. Also aufpassen.
  4. Hat man weniger Geld bezahlt, als eigentlich notwendig, könnte man jetzt einfach losfahren. Hat man aber noch Restgeld, kann man sich das an der Kasse abholen.

Was hat uns auf unserer Rundreise am besten gefallen?

Bryce Canyon NP

Eine Übernachtung in Parknähe ist auf jedem Fall zu empfehlen, da man so wunderbar zum Sonnenaufgang in den Park fahren kann. Trotz warmen sonnigen Temperaturen mussten wir hier am frühen Morgen Scheiben kratzen 🙂

Durch die Anordnung der Felspyramiden (Hoodoos), sieht der Besucher gleich einmal, warum hier von einem Amphitheater die Rede ist. Wir nutzten unsere Zeit in dem Park für eine kurze Wanderung auf dem Queens Garden Trail. Dieser führt auch zu der impossanten „Wall-Street“ (zweites Foto):

Unseren Bericht zum Bryce Canyon gibts hier: https://unserereisekiste.com/2011/05/31/bryce-canyon/

Moab, UT und Arches NP

Außerdem ist uns der Ort Moab in Utah sowie der Arches NP in unmittelbarer Nähe ans Herz gewachsen. Ein Besuch im anliegenden Arches NP lohnt sich auf jeden Fall. Das Wahrzeichen Utahs (zu sehen auf den Auto-Kennzeichen in der Gegend), der „Delicate Arch“, ist hier vorzufinden (ein Besuch lohnt sich in der Abendsonne). Der ca. 45 minütige Fussmarsch ist es auf jeden Fall wert.

Neben dem Delicate Arch sind aber auch noch zahlreiche andere Arches zu bestaunen. Hier der Landscape Arch:

Der Weg vom Monument Valley in Richtung Moab ist ebenfalls sehr sehenswert. Die Landschaft ist Kontrastreich, der schneebedeckte Mt. Peale mit seinen 3877 Metern erhebt sich in einer Landschaft aus rotem Stein und Grünflächen:

Auf dem Weg vom Monument Valley nach MoabUnseren Bericht gibt es hier: https://unserereisekiste.com/2011/05/28/welcome-to-utah/

Canyonlands NP mit dem Mesa Arch

Ist zu vermuten, dass über Nacht keine Wolken aufziehen, ist ein Besuch des Mesa Arch im Canyonlands NP zum Sonnenaufgang unbedingt empfehlenswert. Geht die Sonne nicht hinter einigen Wolken auf, wird der Bogen herrlich rot von unten angestrahlt. Aufstehen muss man dafür aber schon gegen 3 Uhr. Möchte man nur den Sonnenaufgang beobachten, ist man aber pünktlich zum Frühstück zurück im Hotel 🙂

Unseren Bericht gibt es hier: https://unserereisekiste.com/2011/05/30/sonnenaufgang-am-mesa-arch-und-weiterreise-nach-cedar-city/

Page, AZ mit Horseshoe Bend und Antelope Canyon

Ein wirkliches Highlight waren ebenfalls die Attraktionen um Page, AZ. Zu nennen ist hier der Antelope Canyon und der Horseshoe Bend, wo uns ein Sandsturm überraschte. Passt auf eure Kameras auf 🙂

Bei dem Antelope Canyon handelt es sich um einen sogenannten Slot-Canyon. Er hat sich durch durchfließendes Wasser geformt. Ist Regen angesagt sind solche Canyons in der Regel gesperrt, da es zu einer reißenden Flut innerhalb des Canyons kommt. Ist schönes Wetter, wie bei uns, gibt sich ein tolles Lichtspiel. Die beste Zeit für eine Begehung ist die Mittagszeit. Die Touren sind aber schon Wochen im Voraus ausgebucht. Apropos Touren, die gibts in der Visitor-Information in Page.

Unseren Bericht zum Horseshoe Bend gibts hier: https://unserereisekiste.com/2011/05/25/sandsturm-am-horeshoe-bend/
Weiteres zum Antelope Canyon hier: https://unserereisekiste.com/2011/05/26/ganz-groses-kino/

Für Strandurlauber ist Page ebenfalls interessant, es liegt am Lake Powell:

Grand Canyon

Ja, der Grand Canyon (deutsch: Große Schlucht) darf nicht fehlen. Er war die erste Station auf unserer Reise und wir haben wahrscheinlich einen Fehler gemacht. Man sollte eine Nacht im Grand Canyon Village bleiben, denn so erlebt man den Sonnenauf- und untergang. Außerdem geht sich eine längere Wandertour aus. Möglich wäre auch ein Ab-und Aufstieg mit einer Übernachtung im Canyon. Wer in der Nähe ist, sollte das so machen. Wir hingegen sind von Williams aus mit dem Zug gefahren. Die Fahrt ist recht lang, wird aber durch Unterhaltung erträglich gemacht.

Angekommen, sieht es in etwa so aus:

Ob das Eichhörnchen immer posiert wissen wir leider nicht, aber die Chancen stehen gut 🙂 Leider ist die Zeit recht knapp und wir nutzen die Zeit für einen kleinen Spaziergang entlang des South-Rim (zu deutsch soviel wie: südliche Abbruchkante).

Monument Valley

Bekannt aus Tabakwerbung und Western-Filmen sind die die Monumente des Monument Valleys 🙂 Uns reichte hier ein Zwischenstopp auf dem Weg von Page nach Moab. Fotogen ist die Gegend aber allemal.

Mehr zu unserem Weg von Page nach Moab gibt es hier: https://unserereisekiste.com/2011/05/28/welcome-to-utah/

Parkeintritt

Der Eintritt in so einen Park ist übrigens immer für 7 Tage gültig. Hat man einen „Annual Pass“, kann einem das egal sein, dieser ist nämlich ein ganzes Jahr lang gültig. Wir hatten keinen, da wir mit einzelnen Eintrittsgeldern günstiger unterwegs waren. Informationen zum „Annual Pass“ gibt es hier: http://www.nps.gov/findapark/passes.htm.

Station 4: Las Vegas

Ja, wir sind noch einmal in Las Vegas – sogar einen Tag länger als geplant und lassen noch einmal die Stadt auf uns wirken.

Da wir für die Fixpunkte unserer Reise schon die Hotels im Voraus gebucht haben, mussten wir uns noch schnell eine Bleibe suchen und stiegen im Stratosphere Tower ab, dem höhsten Gebäude von Las Vegas. Was ist hier schon normal? Zu dem Hotel gehört ein Turm mit einer Höhe von über 350 Metern, worauf ein kleiner Vergnügungspark mit Achterbahn vorzufinden ist. Für Langweiler wie uns wird aber auch nur eine Fahrt aufs Observation Deck angeboten. Noch etwas ist hier ganz besonders, für das Check-In muss man durch das Casino. So zieht man seinen Koffer durch Reihenweise Slotmaschinen. 🙂 Das Hotel kostete übrigens um die 40€ und ist tiptop. Absolut empfehlenswert, aber etwas abseits.

Wir gehen noch einmal Nachts auf die Straßen uns schauen uns das Treiben an. Irgendwie irre. Schlussendlich landen wir wieder am Bellagio und schauen uns ein paar Wasserspiele an, am Abend läuft es alle 5 Minuten – hier im Video zu „Ecstacy of Gold“ von Ennio Morricone:

Unser Vorort-Bericht ist hier zu finden: https://unserereisekiste.com/2011/06/03/abschluss-unserer-rundreise/

Station 5: San Francisco

Willkommen in der Stadt mit Höhenprofil. Die Transportation Services funktionieren einwandfrei und so sind wir ganz schnell in der Innenstadt und können ins Hotel einchecken.

Noch regnet es nicht und somit entschließen wir uns zu einer ersten kleinen Tour. Letzte Informationen finden wir in der Visitor Info und erfahren auch gleich, dass die Cablecars im Moment gewartet werden und deshalb „nur“ Ersatzbusse fahren. Schade irgendwie, aber Bus fahren hat auch etwas, vorallem wenn es aprupt bergan geht. 🙂

Ja, die Lage in San Francisco ist etwas ganz besonderes. Es geht nach oben, dann wieder nach unten, irgendwie dann doch wieder nach oben 🙂 Geht man alles zu Fuss, bewältigt man zweifelsohne einige Höhenmeter am Tag.

Unser Ausflug führt uns vorbei an der Lombard Street, den Piers und schlussendlich zum Telegraph-Tower, ein alter Turm mit tollem Ausblick (man sieht ihn im oberen Foto). Allein der Lift ist ein Unikat 🙂 Schade nur, dass der Ausblick nur durch Fensterscheiben möglich ist.

Fisherman’s Wharf

Bei dem Fisherman’s Wharf handelt es sich um ein Hafenviertel San Fraciscos, welches einige Piers beheimatet. Der bekannteste ist der Pier 39, worauf zahlreiche Geschäfte und Restaturant stehen. Außerdem leben hier Seelöwen 🙂

Alcatraz

Alcatraz ist eine kleine Insel in der San Francisco Bay. Von hier aus hat man einen wirklich tollen Blick auf die Stadt und die Golden Gate, wahrscheinlich den besten überhaupt. Dumm nur, dass die die diesen Blick ausgiebig genießen durften alles Schwerverbrecher waren. Alcatraz ist eine ehemalige Gefängnisinsel, die damals sicherste.

„It looks like Alcatraz has got me licked“
Alphonse Gabriel „Al“ Capone

Ein Audio Guide führt den Besucher durch das Gefängnis und die Anlagen. Dabei sieht man recht bekannte Namen, wie „Al Capone“ usw. Der Ausflug dauert gut 3-4 Stunden die man gar nicht merkt. Ein Ausflug lohnt sich auf jedem Fall.

Twin Peaks

Mit dem angerissenen Tag fangen wir nicht mehr wirklich viel an, aber am Abend soll es noch auf die Twin Peaks gehen, es hat nämlich aufgehört zu regnen. Die Fahrt dahin ist abenteuerlich, denn wir wissen irgendwie nicht wo wir genau sind und ob überhaupt noch ein Bus zurück fährt. Der Fahrer meint aber, dass bis nach 11pm gefahren wird. Also gehen wir einmal los und finden dank der Geocaching-App sogar den dunklen Weg 🙂
Die Aussicht ist bombastisch, ein Tourguide teilt der Gruppe neben uns mit, dass es maximal 10-15x im Jahr so eine Aussicht gibt. Manchmal hat Regen auch etwas gutes. 🙂

Wir fanden den Ausflug so toll, dass wir ihm einen eigenen kleinen Artikel gewidmet haben: https://unserereisekiste.com/2011/06/05/san-francisco-bei-nacht/

Golden Gate Bridge

Der typische San Francisco-Besucher, in diesem Fall auch wir, lässt es sich nicht nehmen, mit dem Fahrrad über die Golden Gate Bridge zu fahren. 🙂 Unsere Drahtesel haben wir bei Blazing Saddles gemietet und fahren die vorgeschlagene Route. Einmal über die Golden Gate nach Sausolito und mit der Fähre zurück. Das sind so ungefähr 18km, welche sich zeitmäßig sehr ziehen, da man ja überall anhalten muss. Eine längere Pause legen wir am Warming Hut ein, denn hier steht ein Hot Dog Stand, dem wir nur schwer widerstehen können. Zugegeben die Dinger kosten wahrscheinlich einen Dollar extra für die Aussicht auf die Golden Gate, aber es sind definitiv die besten Hot Dogs die wir gegessen haben.

Die Brücke an sich ist dann eigentlich auch nur eine normale Brücke mit rotem Anstrich. Die Fahrradspur ist etwas schmal, aber ist man einmal ein paar Meter auf der Brücke geht es ganz gut. Sausolito ist ein toller Ort mit Blick über die San Francisco Bay. Die Häuser schließen auf eine gehobenere Gegend und laden zum bummeln ein.

Wer mit der Fähre zurück möchte, sollte sich anstellen, da die Passagier-Anzahl mit Fahrrad begrenzt ist. Außerdem sollte man sein Fahrrad irgendwie markieren, denn es sind fast ausschließlich geliehene Fahrräder an Board 🙂

Irgendwann sollte man noch einmal aufs Deck gehen, denn die Fahrt führt direkt an Alcatraz vorbei.

MUNI – (SFMTA Transportation Services)

Eine Sehenswürdigkeit sind die Transportation Services. Hier sind wirklich Straßenbahnen und Cablecars im Betrieb, die woanders im Musuem stehen. Fahrt einmal mit der historic Line „F“, es macht wirklich Spaß dem/der FahrerIn zuzuschauen.

Lombard Street

Eine der wohl bekanntesten Straßen San Franciscos. Teilweise ist das Gefälle in San Francisco so stark, dass man Serpentinen einbauen musste. Es gibt viele solcher Straßen, die Lombard Street ist jedoch besonders mit Pflanzen herausgeschmückt.

Generell gilt: Augen offen halten 🙂

San Francisco ist mitreißend. Man kommt an und ist begeistert. Allein die Lage ist einzigartig und wundervoll. Unsere Zeit war leider zu kurz um alles anzuschauen (wir würden 4-5 Tage empfehlen). Wir kommen wieder, keine Frage. Beim nächsten Mal aber hoffentlich mit Sonnenschein :-).

Station 6: Seattle

Klassischerweise beinhaltet eine Südwest Rundreise die Route Los Angeles, San Francisco, Las Vegas. Die letzten beiden Punkte haben wir bereits abgehakt und nun geht es zur letzten Station unserer Rundreise. Wir entschieden uns jedoch nicht für Los Angeles, sondern für Seattle im Staat Washington. Von San Francisco aus benötigt man 2 Flugstunden bis nach Seattle.

Wie fast überall liegt der Flughafen außerhalb und so nutzen wir wieder die örtlichen Transportation Services (eine recht neue Bahn, ähnlich dem Airtrain in New York).

Wir landen in der Innenstadt und müssen noch ein Stück Weg zurücklegen um ins Hotel, nahe dem „Space Center“, zu kommen. Zum Space Center fahren wir mit der, zur Weltausstellung von 1962 errichteten, Monorail (folgendes Foto). Angekommen, bestaunten wir bereits zum ersten Mal die Space Needle und das Seattle Center Areal. Das allerletzte Stück gehen wir einfach zu Fuss. 🙂

Das Wetter ist sensationell und da für morgen schon wieder Regen am Programm steht, entschließen wir uns zu einer Fahrt auf die Space Needle (deutsch: Weltraumnadel). Die Space Needle ist definitiv der Hingucker der Stadt. 🙂 Es handelt sich um einen Turm auf 3 Beinen. Um Nachts ebenfalls in den Genuss zu kommen kaufen wir gleich das 2-Fahrten Kombi-Ticket.

„Die Abwechslung macht’s“, könnte man sagen. In die eine Richtung ist der Blick auf die Skyline gerichtet. Gleich rechts davon geht es hinaus aufs Meer, geht man weiter nach rechts kommt ein Wohngebiet mit Hügel ins Blickfeld und gleich darauffolgend der Lake Union. Um noch einmal auf die Skyline zu sprechen zu kommen, bei guter Sicht kann man im Hintergrund auch den 87 km südöstlich entfernten Mt. Rainier mit seinen 4395 Metern sehen.

Seattle ist eine Kaffeestadt. Es gibt unzählige Coffeeshops, allen voraus Starbucks, was von hier aus den Siegeszug um die Welt startete. Neben Starbucks ist Seattle die „Hometown“ von vielen Dingen die wir wirklich mögen, bzw. mit denen wir im Alltag häufig in Kontakt kommen. So ist zB. Boeing, Microsoft und natürlich Geocaching zu erwähnen 🙂 Hier ein Foto aus dem Starbucks:

Nach einem wunderbaren Abendessen geht es nun noch einmal auf die Space Needle und wir schauen uns das Ganze noch einmal im dunkeln an. Amerikaner würden „awesome“ sagen. 🙂

Der nächste Tag bricht an und somit auch die Wolken auf. Es regnet, vorerst aber nicht schlimm. Der Weg führt uns zum Pike Place Market und wir bereuen, dass wir ein Hotel mit Frühstück gebucht haben (das einzigste in diesem Urlaub). Überall riecht es anders gut, hier gibt es alles nur kein Fast Food. Wir erspähen die Meerjungfrau, welche nicht wie gewöhnlich grün ist, sondern braun. Hier steht, wie erwähnt, der erste Starbucks der Welt, ein muss für uns 🙂

Für uns steht fest, wir frühstücken nicht mehr im Hotel. Das würden wir auch jedem anderen Seattle-Besucher empfehlen. Kommt er nämlich nachher zum Pike Place Market ärgert er sich.

Der größte Teil des Pike Place Markets ist eine Halle und somit überdacht. Man findet innerhalb den bekannten Fischhändler, wo der Fisch geworfen wird. Sehr sehenswert. Wo man nur schwer vorbei kommt ist unweit der Donut Stand „Daily Dozen Donut Company“. Die wohl besten Donuts der Welt 🙂 Neben unzähligen Läden, steht hier auch Rachel, das lebensgroße Sparschwein. Der Erlös geht an die Obdachlosen, von denen es hier leider zahlreiche gibt.

„In Amerika kann man nicht gut essen“, dass klassische Klischee eines Europäers gegenüber Amerika schlechthin. Tatsächlich stimmt es häufig auch, denn es gibt eigentlich nur 2 Kategorien: Fast Food oder gehoben. Gasthäuser, wie man sie in Europa kennt, fehlen. Hier sieht es irgendwie anders aus. Überall wirklich frische und sehr lecker zubereitete Speißen. Die Preise sind außerdem moderat.

Vorbei am Pioneer Square kommen wir irgendwann (es zieht sich etwas durch diverses Dosensuchen :-)) ins International District (China Town) wo wir etwas zu Mittag essen. So mitten im Essen fängt es nun so richtig an zu regnen. 😦

Zum Abend hin gingen wir noch an die Piers und genossen das mittlerweile tolle Wetter und den Ausblick aufs Meer mit seinen Schiffen. Ganz in der Nähe befindet sich noch eine Sehenwürdigkeit der besonderen Art – eine Wand voller Kaugummis.

Wie erwähnt sind wir in der Stadt des Geocaching und so lassen wir uns das loggen des Caches in der Lobby nicht nehmen. Damit das klappt muss man sich anmelden und man bekommt ein Zeitfenster. Wer als Geocacher in der Nähe ist, sollte das unbedingt machen. IT-Technisch interessierte haben übrigens im Umkreis ebenfalls einiges zum bestauen, denn hier haben sich interessante Firmen niedergelassen. Als Andenken nahmen wir einen kleinen „Mini Signal“ mit, den man mittlerweile auch Discovern kann 🙂

Wir schauen noch einen Sprung am Broadway vorbei und gehen dann zum Lake Union. Es ist unglaublich, man ist in einem Ballungszentrum der USA und es fühlt sich an wie auf einem Dorf. Hier am Lake Union werden kleine Boote aufgemöbelt, überall riecht es nach Farbe und Verdünner. Hier und da kommen Kanu-Fahrer und alle 10-15 Minuten landet ein Wasserflugzeug. Direkt hinter einem ragt das Space Needle in die Luft. Die untergehende Sonne taucht alles in ein schönes, warmes Licht. Hier kann man es sich gut gehen lassen.

Abschließend wieder ein Zitat, diesmal von einer weitestgehend unbekannten Person 🙂

„Würde ich in den USA leben, dann würde ich das in Seattle machen.“
Falk Fischer

Ja, wir lieben Seattle, weil es irgendwie untypisch ist. Großstadt und Idylle perfekt vereint. Wir verabschlieden uns von einer Stadt, die deutlich mehr als „Grey’s Anatomy“ und „Schlaflos in Seattle“ zu bieten hat.

Hier noch die Links zu unseren 2 Seattle-Artikeln:
https://unserereisekiste.com/2011/06/09/sleppless-in-seattle/
https://unserereisekiste.com/2011/06/12/seattle-teil-2/

Station 7: New York

Ja, für unseren letzten Tag geht es noch einmal nach NYC. Zum Abschluss, dachten wir uns, gönnen wir uns ein tolles Hotel und checken in einem recht noblen Hilton-Hotel ein. Ein Fehler, wir passen hier nicht her. Das Distrikt wäre nochmal die bessere Wahl gewesen.

Als wir ankommen ist es so unglaublich heiß und schwül, dass man die Luft schneiden könnte. Aber wie für uns üblich, zog gleich einmal ein Gewitter auf und der Platzregen hat auch nicht lange auf sich warten lassen. Die Straßen gingen teilweise etwas im Wasser unter und alle flüchteten in irgendwas überdachtes 🙂 Es wurde finster wie die Nacht, so dass wir uns in der Zeit vertaten und als wir irgendwann eine Avenue entlang gingen und wir in eine Street schauten sahen wir ein orangener „Ball“ am Himmel. Das war die gerade untergehende Sonne, dass Weltuntergangsszenario war perfekt 🙂

Das Hotel lässt sich nicht lumpen, es gibt eine Rooftop-Bar. Im zweiten Anlauf durften wir in den Lift (Falk hatte kurze Hosen an :-)) und als wir oben ankamen tranken wir zum Abschluss unserer Reise die wohl teuersten Caiprinias unseres Lebens, natürlich aus Plastikbechern 🙂

https://unserereisekiste.com/2011/06/19/new-york-new-york/

Wir hoffen Ihr habt euch nicht von der Länge des Artikels abschrecken lassen. Nachfolgend möchten wir noch ein paar generelle Informationen mit euch teilen:

Zahlen, Daten, Fakten

  • Wir haben ca. 42 Stunden auf Flughäfen oder in Flugzeugen verbracht. 🙂
  • Mit unserem Auto haben wir 1894 Meilen zurückgelegt, das sind 3030 KM.
  • Wir haben unsere Wollmützen vergessen, Handschuhe wären teilweise auch nicht schlecht gewesen.
  • Gut und günstig Frühstücken kann man bei Starbucks: 2 Kaffee, 2 Joghurt, 2 Kuchen kosten im Schnitt 14$
  • Auf unserer Route haben wir 67 Caches in 6 verschiedenen Bundesstaaten eingesammelt.
  • Wir haben uns fast jeden Tag den Wecker gestellt.
  • Um einen Zuckerschock zu vermeiden, tranken wir fast immer selbstgebrühten Eistee (den gibts fast in jedem Lokal).

Noch mehr?

Lest unsere Artikel von unserer Reise und schaut in unserem youtube-Channel vorbei.

Würden wir das wieder machen?

SOFORT! 🙂

Schlusswort

Diesen Artikel zu schreiben und zu gestalten hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Gefällt euch dieser Artikel, würden wir uns über Feedback freuen. Haben wir Mist geschrieben und Ihr habt Vorschläge, sind wir ebenfalls dankbar.

Vielleicht empfehlt Ihr uns ja sogar weiter (unten gibt es ja einen Share-Button :-))? Wir würden uns freuen, somit gibt es einen Ansporn auf weitere Artikel.

Liebe Grüße

Wir2

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11 Antworten zu USA Reise 2011 – Eine Nachlese

  1. Kerstin fotofex schreibt:

    Hallo Falk, ein toller Blog ist das – und natürlich klasse Fotos – gratuliere! lg Kerstin

  2. Torsten schreibt:

    Na das ist mal ein Bericht! Dazu noch tolle Fotos! Da hat sich das laaaange warten ja gelohnt! :o) Super!!!! Torsten

  3. Gerhard Zwerger-Schoner schreibt:

    Tolle Reise, und einige sehr interessante Bilder zeigst Du da, besonders das monochrome New York Bild 🙂 lg Gerhard

  4. Klaus K schreibt:

    sehr lobenswert – wir sind unseren „round-up“ noch schuldig 🙂

  5. Peter Marte schreibt:

    Das nenn ich einen unterhaltsamen BLog ! Die Photos sind sowieso super.
    Hab richtig heimweh bekommen weil ich fast genau die selbe route selber zweimal gemacht habe.
    Einmal genügt nicht !!

  6. Markus schreibt:

    Wow echt super, Ich will auch!:)

  7. Roland schreibt:

    Hallo ihr 2,
    toller Bericht und tolle Bilder die ihr da zeigt … vor allem Danke euch fürs Fernweh bekommen ;o)
    Eurer Bericht weckt alte Erinnerungen auf … ach ich könnt schon wieder ;o)
    schöne Arbeit!
    gr
    Roland

  8. Fanny schreibt:

    Wunderhübsch!

  9. Markus schreibt:

    So, nachdem ich jetzt über eine Stunde diesen und alle anderen USA-Artikel aufgesaugt habe, wird es Zeit für einen Kommentar. Kurz gesagt: Ich bin begeistert! Von eurem Schreibstil, den Bildern, und überhaupt 🙂

    Irgendwann wird sich so eine Reise hoffentlich auch mal ausgehen, auch der Wunschliste steht diese Gegend schon lange ganz oben. Vielen Dank für diese tollen Berichte – die Mühe war es allemal wert!

  10. Hallo Falk!
    Super geschrieben, man kann nicht aufhören zu lesen. Die Bilder sind sehr aussagekräftig und haben einen eigenen Stil. Freue mich schon auf den nächsten Bericht!

    lG

    Christian

  11. Diana Habicher schreibt:

    Hallo Falk!
    Eure Berichte sind ja der Wahnsinn – und eine Anregung für unsere eigene Seite 😉
    Gewaltige Fotos, die sind echt der Wahnsinn. Da packt einen das Fernweh!! Ich freu mich schon auf euern nächsten Reisebericht….
    LG Diana und Peter

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