Schottland: Glen Coe Rundwanderung

Schon bei den ersten Recherchen für unsere Reise durch Schottland, landete die Talwanderung im Glen („Tal“) Coe auf der „must do“ Liste.

Dieser geschichtsträchtige Ort (Massaker von Glen Coe) soll wunderschön und leicht zu gehen sein. Der Rother Reiseführer redet sogar von der einfachsten Wanderung des ganzen Buches. Also eigentlich perfekt für einen kleinen Zwischenstopp auf unserer Fahrt von Oban nach Invergarry.

Die Wanderung führt rings um den „Buachaille Etive Beag“ (zu dt. „Kleiner Schafhirte über dem Tal“) herum und ist deshalb ohne größere Höhenunterschiede zu bewerkstelligen. Allerdings auch nur, wenn man sich nicht verläuft. Wir waren nämlich mal wieder echte „Helden“ und haben uns verlaufen. Wenn es schottischen Wanderwegen an etwas fehlt, dann sind das wohl Wegmarkierungen und Wegweiser. Den einzigsten konnten wir direkt am Parkplatz finden:

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In unserem Tatendrang rannten wir nämlich an einer Abzweigung vorbei, dabei hatten wir immer den breiten Weg im Tal vor uns. Dieser breite Weg führte nämlich (zumindest gefühlstechnisch) zurück zum Parkplatz. Ein älterer Herr, der uns entgegen kam, meinte wir müssen ja „da hinten lang“ und zeigt auf ein Tor im Weidezaun. Wir wollten das irgendwie nicht richtig glauben und gingen erstmal weiter in Richtung des breiten Weges im Tal. Dort angekommen, saß dann eine Frau mit einer sehr detailierten Wanderkarte unter einem Baum und half uns weiter (wir sahen wohl etwas planlos aus). Auf der Karte war dann erkennbar wo wir eigentlich waren und wir bemerkten, dass der Mann von vorhin wohl doch recht hatte. Also Kommando zurück und wieder bergan 🙂

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Neben dem vorhin angedeuteten Tor saß dann plötzlich wieder der Mann und konnte sich die Genugtuung nicht ganz verkneifen, denn er konnte sein Schmunzeln absolut nicht unterdrücken. Er hatte uns die ganze Zeit mit seinem Feldstecher beobachtet. „Was er hier eigentlich mache“, wollten wir wissen. Es stellte sich heraus, dass er eine Art Ranger ist und in diesem Gebiet arbeite. Heute war er da um die an den Toren angebrachten Zähler zu kontrollieren. Man hat hier nämlich Bäume angepflanzt und das Rotwild würde alles fressen. Deshalb die Zäune und Tore. Er wünschte uns noch eine schöne Wanderung und schaute wieder durch den Feldstecher. Diesmal hatte er eine Gruppe Jugendlicher im Auge. Die müsse er im Auge behalten: „Wahrscheinlich wollen die „youngsters“ hier campen“. Witziger Typ.

Je höher wir kommen desto schöner wird noch einmal der Ausblick in Richtung Tal. Das ist wirklich jede Mühe Wert.

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Alles in allem eine tolle Tour. Der kleine zusätzliche Weg hätte nicht sein müssen, aber dass ist in der Kategorie „dumm gelaufen“ zu verbuchen. 🙂 Das dies euch nicht passiert, haben wir unseren GPS-Track hier hochgeladen.

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Kurz bevor wir den Parkplatz erreichten, zauberten die Wolken dann noch eine einmalige Stimmung in die grünen Berge.

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Als „Quartier auf Zeit“ bezogen wir nach der Wanderung die „Invergarry Lodge„, was ein wirklich sehr schönes Hostel ist. In der Gemeinschaftsküche kam dann direkt das Camping-Feeling, was wir aus Neuseeland kennen, auf. 😀

Das war es erstmal wieder, bis bald.

Liebe Grüße

Falk & Krissi

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3 Antworten zu Schottland: Glen Coe Rundwanderung

  1. Pingback: Schottland: Die Puffins von Staffa | unsere Reisekiste

  2. Katrin Ganser schreibt:

    Hallo! Meine Freundinnen und ich möchten diese Route gerne wandern und fragen uns ob ihr eine Wanderkarte benutzt habt oder einfach so los gelaufen seid 🙂 Wir haben eure GPS route natürlich schon runtergladen (vielen Dank dafür!) und wollten fragen ob ihr vielleicht noch ein paar Tips für uns habt 🙂 Ich lese euren Blog sehr gerne und wohne seit einigen Monaten in Schottland, ich würde mich riesig über eine Mail/Rückmeldung freuen!
    Liebe Grüße, Katrin

    • Falk und Krissi schreibt:

      Hallo Katrin,
      Danke für deinen Kommentar. Wenn ihr euch an den Track haltet und euch nicht in dem eingezäunten Bereich verirrt, wird es klappen. 🙂 Es ist wirklich eine wunderschöne Tour.
      Wo wohnst du denn in Schottland?
      LG Falk

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